Abspecken bitte!

Hallo Menschen-Freunde,

uns Pferden ist aufgefallen, dass viele von Euch immer

dicker werden - muss wohl an der Wohlstandsgesellschaft

liegen.

Viele Kumpels von mir leiden darunter!

Ein guter Sattel verteilt das Gewicht zwar gleichmäßig, aber

in Luft auflösen tut es sich deswegen nicht! und es nützt uns

Pferden auch nichts, wenn unsere Gelenke dann

irgendwann mal krank werden - oder unser Rücken schlapp

macht.

Es gibt Pferde, die sehr stark und kräftig sind und

gerne als Lastenträger bezeichnet werden:

Kaltblutpferderassen oder aber sehr dem Kaltblut

nahestehende Rassen sind gute Gewichtsträger, die auch

einen etwas-übergewichtigen Reiter auf ihrem Rücken

tragen können, ohne davon krank zu werden.  Sie zeichnen

sich nicht nur durch ihre Größe aus,

sie haben zumeist auch sehr kräftige Beine und Gelenke,

sind gut bemuskelt und haben einen zumeist eher

kurzen Rücken,

 

Pferde mit langen Rücken gehören nicht dazu, auch

wenn sie sehr groß erscheinen. Die Rückenlänge macht

Pferde empfindlicher gegenüber einer hohen Belastung!

 

Auch die Westernpferde (Quarter Horses/Paints,

     Appaloosas) gehören trotz ihrer starken

     Bemuskelung und kurzem Rücken ebenfalls nicht

     dazu! denn hier gehen die Zuchtziele

     zulasten von Knochenbau, Sehnen, Bändern u. Hufe.

Daß solche überzüchtete Pferde besonders

verletzungsanfällig sind ist lange bewiesen, denn ihre

allgemeine Lebenserwartung ist nicht besonders hoch;

Bei Westerndisziplinen (Reining, Cutting) kommt ein

ständiger Wechsel von Zug-, Druck- und Scherkräften

zustande und das Pferd wird schon allein durch das

Gewicht eines schlanken Reiters wesentlich stärker

belastet. Dies führt bei vielen Westernpferden zu

Arthrosen/Spat, Hufrollenerkrankung.

 

    

 

 

 

Leider gehöre ich auch zu den überzüchteten Pferderassen,

ich bin ein Quarter-Paint-Horse. Ich bin in Texas geboren und

in Deutschland wurde ich schon mit 2 1/2-Jahren von einem

erwachsenen Mann als Westernpferd ausgebildet. (Pferde

sind erst mit 7 Jahren vollständig-körperlich ausgewachsen)

Ich machte meine Sache sehr gut - mit 13 Jahren hatte ich

dann eine kaputte Hufrolle.

Zum Glück brachten mich meine Adoptiv-Menschen nicht

zum Schlachter. Nach 2 Operationen durfte ich dann

freizeitmäßig ins Gelände gehn und ich lebe in einem Stall

wo ich von morgens bis abends mit meinen Kumpels

draußen bin.

Im Januar 2014 werde ich - hoffentlich - 27 Jahre alt und

obwohl ich Arthrose habe lebe ich hier sehr gut.

 

 

Loudy-Jane mit 25 Jahren

 

 

Also: Abspecken, bitte!

Is`ja schließlich auch für euch viel

gesünder

und bitte

reitet vorsichtig - denkt immer daran:

wir sind erst mit 7 Jahren körperlich

vollständig ausgewachsen

 http://www.pferd-aktuell.de/files/1/130/286/372/Comic2_Jeanne_Kloepfer.jpg

 

Mobbel-Pferde

Auch viele Pferde leiden heutzutage an Übergewicht. Okay - zugegeben, wir denken halt ständig nur ans

futtern und wir stopfen auch dankbar alles in uns hinein, das heißt aber nicht dass es uns gut tut. Ganz im

Gegenteil: Übergewicht verringert unsere Lebenserwartung deutlich!

Früher erhielten Pferde Kraftfutter, z.B. Hafer weil sie richtig hart arbeiten mussten, sie waren quasi vollzeit-beschäftigt. Und wenn sie kein zusätzliches Kraftfutter erhalten hätten, wären sie schlicht zusammen gebrochen.

Pferde heutzutage werden meistens nur leicht bewegt, oder noch weniger? Hier die Antwort:

- täglich eine Stunde reiten/longieren mit gemäßigtem Tempo = WENIGER. Soll heißen: Bewegung ist nicht relevant

- täglich 2-3 Stunden reiten = leichte Bewegung

- täglich 3-4 Stunden reiten = mittlere Bewegung

- täglich 5 Stunden und länger = Pferd kommt in die arbeitsreiche Bewegung.

Ein Pferd welches nicht in die arbeitsreiche Bewegung kommt, braucht kein Getreide (Kraftfutter) - Ausnahme: Es ist so veranlagt - alt - krank , dass es abmagern würde (Rippen/Knochen stehen deutlich hervor). Dann müsste eine tierärztliche Abklärung erfolgen und ggf. zugefüttert werden.

Heu und Stroh (qualitativ hochwertig) rund um die Uhr, Mineralfutter laut Hersteller-Angabe und zur Belohnung

nach der "Arbeit" ein wenig Obst mit einer Hand voll getreidefreies Fertigfutter (melassefrei, Stärke- und Zucker reduziert)

reichen vollkommen aus.   Leckerlis = Schokolade  und sollte einem Mobbelchen gar nicht gefüttert werden.

Mineralfutter prüfen oder zusätzlich:

- essentielle Aminosäuren in Reinform oder andere Protein-Präparate (damit die Muskeln nicht unterversorgt sind)

- essentielle Fettsäuren Omega 3 und 6 (kann ein Pferd nicht selbst produzieren)

Lange Fresspausen mit Raufutter vermeiden

Lange Fresspausen sind keine Lösung um Kilos zu verlieren, sie ziehen im Gegenteil noch mehr Probleme nach sich: Ein leerer Magen tut Pferden weh und macht sie krank. Der Magen des Pferdes produziert unablässig Säure und ist zudem nicht komplett mit schützender Schleimhaut ausgekleidet, sondern nur im unteren Teil. Während einer Fresspause, etwa über Nacht/mehr als 4 Stunden, greift die Magensäure also insbesondere den oberen Teil des Magens an - hier treten am häufigsten Magengeschwüre auf.

Bewegung - wer rastet der rostet und wird mobbelig

Pferde sind Lauftiere/Boxenhaltung ist ein no-go! Sorgt dafür dass eurer Hotti mindestens den Tag über auf großzügigen Ausläufen umherwandern kann und bewegt/reitet das Pferd regelmäßig zusätzlich, ohne es körperlich zu überfordern.

P.S.: Muskeln wachsen nicht im Training, sondern in den Ruhephasen danach!  Abwechslung ist also angesagt und das macht den Pferden auch viel mehr Spaß  :-)

Pferde sind Herdentiere. Sozialkontakt motiviert zum spielen/bewegen und ist so oder so ein Grundbedürfniss fürs Hotti

 

viel Gesundheit - viel Spaß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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